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Juli 2007 Praxisbeispiel: Die neue CN-Kupplung im "Vielstoffbetrieb" von Bayer HealthCare Sicher verbunden - Clean-Break-Kupplungen im Einsatz
Die Bayer HealthCare AG produziert im Pharma- und Chemiepark Wuppertal unter anderem die Wirkstoffe für Antibiotika, Herz-Kreislaufmittel, Diabetes-Medikamente und Krebsmittel. Da sich die Effizienz der Wirkstoffe in den letzten Jahren ständig erhöht hat, werden immer kleinere Mengen benötigt. Für die Produktionsanlagen bedeutet das: Flexibilität ist Trumpf. Als klassischer Vielstoffbetrieb ist bei Bayer HealthCare in Wuppertal der Pharma-Technische Raum (PH-TR) tätig, der sieben "multiple" Produktionsstraßen betreibt. Die Produktion beginnt mit der Zugabe des jeweiligen Lösungsmittels in den Reaktionsbehälter. Gebräuchliche Lösungsmittel wie Ethanol oder Toluol kommen über eine Produktleitung aus dem Tanklager des Werkes. Weniger gebräuchliche wie z.B. Essigsäure werden im Tanklager in eigene 1m3-Flüssigkeitscontainer abgefüllt und via Schlauchleitung in ein Vorlagegefäß der Anlage eingeleitet. Für die Anbindung des 1m³-Flüssigkeitscontainers an den Reaktionsbehälter setzt Bayer HealthCare jetzt WALTHER-Schnellverschlusskupplungen der Baureihe CN ein, die WALTHER-PRÄZISION erstmals auf der Achema 2006 vorgestellt hat. Diese Clean-Break-Kupplungen wurden speziell für die Abfüllbereiche und Schlauchbahnhöfe der Chemieindustrie entwickelt. Hier sind neben einem hohen Sicherheitsniveau auch ein geringer Kraftaufwand beim Betätigen sowie kurze Anschluss- und Verbindungszeiten gefordert. Erreicht wird dies bei der CN-Baureihe durch eine so genannte Kurvenverriegelung: Der Bediener muss das am Schlauch befindliche Kupplungsteil nur um 120° drehen, um die Kupplung zu verriegeln. Beim Beginn der Drehbewegung wird der Verschlussnippel gegen die Verschlusskupplung abgedichtet, so dass kein Medium austreten kann. Das Ventil öffnet erst nach Abdichtung der beiden Kupplungshälften im Anschluss hieran. Mit einer einzigen Handbewegung wird die Leitung verbunden und das Ventil geöffnet. Das spart nicht nur Zeit, es erhöht auch das Sicherheitsniveau, da beim Kupplungsvorgang Fehlbedienungen ausgeschlossen sind. Die beiden Prozessschritte "Kupplung verbinden bzw. trennen" und "Ventil öffnen bzw. schließen" erfolgen zwangsläufig in der richtigen Reihenfolge. Zugleich ist der Kraftaufwand beim Kuppeln gering, da die Ventile durch die Kurvenverriegelung kraftmindernd betätigt werden. Diese Vorteile bestätigen sich in der Praxis. Im Betrieb PH-TR werden die Kupplungen mehrmals pro Schicht betätigt. Bei den zuvor eingesetzten Modellen kam es immer wieder zu Beschädigungen und Fehlbetätigungen, weil sie nicht intuitiv zu bedienen waren. Außerdem wurde früher die Dichtung der Kupplung beim Öffnen und Schließen stark beansprucht, so dass in relativ kurzer Zeit Leckagen auftraten. Mit der CN-Kupplung hingegen sind die Chemikanten zufrieden, und es gab bislang keine Störungen oder sonstige Probleme. Betriebsingenieur Sven Kiesebrink: "Die Kupplungen lassen sich intuitiv bedienen; Fehlbedienungen sind praktisch ausgeschlossen. Der Kuppelvorgang ist leichtgängig, und auch in puncto Leckagesicherheit werden unsere Anforderungen bestens erfüllt."
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